Berichte über das Clubleben und die Turniere

Sie können hier mehr über die Ereignisse eines Turniertages und das Clubleben lesen.

Grüße aus Portugal von den MoGos

Bericht Volker Döbus

Nach der phantastischen Golfreise im Vorjahr nach Irland wurde im Kreis der Teilnehmer sehr früh darüber gesprochen ob und wie eine nächste Reise folgen sollte. Das „ob“ war schnell geklärt - auf jeden Fall ja, es sollte eine weitere Reise geben. Wie die Reise aussehen sollte, wer daran teilnimmt und wohin es gehen sollte war nicht so schnell klar. Wir wollten die Gruppe über die Teilnehmer der Irlandreise hinaus etwas erweitern. Eine Gruppe von neun wäre passend.

Nach verschiedenen Angeboten die geprüft wurden und nach mancher Überraschung über die hohen Kosten der unterschiedlichen Ziele stand das Ziel fest: Portugal. Besonders Uwe Schwenk-Horn stürzte sich in die Abfragen und Angebote. So hatte er bald auch das für uns passende zusammen gestellt. Ziel war die Region von Lissabon, das „MARRIOT PRAIA D`EL REY“. Leider mussten dann in der Phase der Buchung zwei Teilnehmer absagen und es waren dann doch nur noch Sieben.


Der Treffpunkt für alle war am 14.10.2017, unserem Reisetermin, der Flughafen Bremen. Es sollte mit Ryanair nach Lissabon gehen. Schon bald mussten wir feststellen, dass zwischen Reiseveranstalter und Fluggesellschaft noch Verbesserungen der Abstimmung nötig sind: wir waren nicht für unseren Flug „eingecheckt“ worden. Zunächst kostet das Geld, konnte aber im Nachhinein geregelt werden. So wurde das Gepäck verstaut und wir waren unterwegs.


Wir wurden am Ausgang erwartet und der Bus steht bereits parat. Wir brauchen etwa 50 Minuten bis zum Hotel. Das Hotel, unsere Zimmer und die angebotenen Leistungen können nur als „Spitze“ bezeichnet werden. Alles was man hatte erwarten können ist vorhanden und die Lage so dicht am Meer ist toll. Für die nächsten sechs Tage waren für uns fünf bzw. sechs Plätze gebucht, die wir spielen wollten. Zunächst noch das Drumherum kennenlernen, ans Meer und den Strand mit der Steilküste anschauen. Ein paar erste Fotos machen und einen Eindruck von dieser wunderbaren Natur aufnehmen. Die Füsse oder etwas mehr ins Wasser oder den Pool bei angenehmen Außentemperaturen nutzen. Etwas ruhen und vorbereiten für den ersten feuchtfröhlichen Abend. Auch die gebotene Qualität des Buffets hat uns angenehm überrascht.

Als ersten Platz hatten wir Royal Obidos Spa & Golf Resort geplant. Wie die meisten Anlagen liegt der Platz nahe eines Hotels und umgeben von einer entstehenden Ferienhaus-Siedlung. Uns Golfer empfängt eine perfekte Anlage mit wunderschön gelegenen Spielbahnen und pfeilschnellen Grüns. Die Versorgung mit der nötigen Marschverpflegung sollte man schon am Frühstückstisch erledigt haben, die Wasservorräte kann man im Clubhaus beschaffen. Ganz billig wird das aber nicht, mal sehen ob wir irgendwo einen Supermarkt finden. Vom Spiel an diesem Tag sind alle begeistert, von den eigenen Leistungen nicht alle.


Zweiter Tag: West Cliffs Golf Links. Wer schon am ersten Tag nicht an eine mögliche Steigerung geglaubt hat, hier wird eines Besseren belehrt. Das Umfeld, vom Clubhaus abgesehen, ist noch weit von der Fertigstellung entfernt. Mancher Weg wird in der Zukunft noch schöner werden, manche öde Stelle links und rechts wird sicher noch geschlossen und überwuchert. Dies und herrliche Spielbahnen, die in eine urtümliche Landschaft eigebunden sind, machen einen Teil des Reizes dieses Golfplatzes aus.


Heute am dritten Tag ist der sozusagen „hauseigene“ Platz zum ersten mal an der Reihe. Im Gegensatz zu den Vortagen ist das Umfeld des Platzes fertig und hier noch ein Grundstück an einer Spielbahnen zu ergattern wird wohl nicht gelingen. Der Golfplatz ist in einem ebenso schönen Zustand wir die Häuser und Villen die die Bahnen säumen. Welche Summen an Kapital hier bewegt wurden und weiterhin bewegt werden muß gigantisch sein. Der Golfplatz selbst ist nicht so spektakulär wie die voran gegangen Plätze aber er ist wunderbar zu spielen und mancher freut sich auf den zweiten Durchgang, denn wir kommen übermorgen wieder.


Leider ist das Bergfest schon vorüber. Mancher denkt schon mal daran, dass wir bald wieder nach hause müssen. Heute ist aber ein weiterer, neuer Golfplatz an der Reihe - CampoReal Golf Resort & Spa. Schon im Vorfeld haben wir von Spielern den Rat bekommen uns Carts zu mieten. Der Platz sein landschaftlich eine Herausforderung. Aus meiner Sicht hatten die Mahner recht, auch wenn nur einen Fight hinter uns zwei Herren mit Tragebag das Gegenteil zu beweisen schienen. Der Platz ist auch schon etwas älter, was an dem einen oder anderen Detail und an den Häusern an den Spielbahnen zu sehen ist. Die Hügel sind hoch, die Fairways meist breit und die Grüns schnell. Wir haben uns aber wohl an diese Grüns gewöhnt und nicht mehr jeder Putt ist (viel) zu lang. Das es in den letzten Nächten geregnet hat hilft uns sicher auch.

Für den Abend ist ebenfalls Abwechslung angesagt. Wir haben ein Taxi bestellt und wollen Peniche besuchen und dort zu Abend essen. Der Fahrer hat eine Empfehlung für uns. Im Restaurant „A Sardinha“ gibt es den besten Fisch. Wir folgen und werden einmal mehr überrascht. Wir bekommen einen schönen Tisch und der Oberkellner kommt mit einem Tablett auf dem er für uns drei ordentliche Fische vorbereitet hat. Auf die Frage nach den Kosten bekommen wir die Auskunft € 39,50 für alles und alle. Mit Kartoffeln und Gemüse. Keiner von uns glaubt ihm. Wir bestellen Wein, Wasser und Bier je nach Lust und Laune. Das Essen kommt und schmeckt hervorragend, soweit so gut. Irgendwann später kommt die Stunde der Wahrheit - die Rechnung. Wir alle, der Kellner und wir hatten so ein bisschen recht. Die € 39,50 waren pro Kilo Fisch und es waren 3,5 Kilo. Aber es hat geschmeckt und eigentlich wußten wir schon das der Preis höher sein würde.


Vorletzter Tag, wir sind wieder in Praia d`el Rey. Alle sind etwas entspannter als bei der ersten Runde und eigentlich auch überzeugt den Scor heute zu verbessern. Das gelingt aber, wenn überhaupt, nur in sehr geringem Mass.
Zum Abschluss an unserem letzten Tag werden wir „Bom Sucesso Leisere & Golf“ in Angriff nehmen. Auch hier haben wir von anderen Spielern Informationen bekommen. Was wir da hören klingt nicht gut. Es wird von Bauruinen gesprochen und von üblem Zustand. Nun wir werden sehen. Zu unserem Ärger ist die Wettervorhersage für die ersten Stunden auch nicht gut und wir sind sehr gespannt. Der Shuttle bringt uns zum Ort des Geschehens und die Örtlichkeit ist ungewohnt „einfach“.

Die Räume sind irgendwie nicht richtig fertig und manches wirkt improvisiert. Es nieselt und wir wollen unsere Startzeit so weit wie möglich hinauszögern, der Wetterbericht hatte uns Besserung versprochen. Die ersten Löcher müssen trotzdem im Niesel erledigt werden. Erst langsam erkennt man welche riesigen „Objekte“ hier gebaut wurden, welche Mengen an Ferienhausern geplant waren, was daraus wurde und wieviele Ruinen zwischen einigen wenigen bewohnbaren und bewohnten Häusern stehen. Hier haben Investoren ein ganz großes Feuer angezündet und Geld verbrannt. Der Golfplatz ist besser als erwartet und die Angestellten mühen sich redlich alles zusammen zu halten. Wenn man aber wie wir in den letzten Tagen solch phantastische Plätze gespielt hat ist es schwer diesen Anspruch zu erreichen.


Unsere Zeit in Portugal geht zu Ende. Noch ein letzter Abend, dann check out und Shuttle nach Lissabon. Die Wartehalle von Ryanair ist wie schon in Bremen so schön wie ein altes Lagerhaus. Und wieder muss Uwe alles Verhandlungsgeschick aufbringen bis die Mitarbeiter am Schalter erkennen, das wir eingecheckt sind und auch das Golfgepäck schon bezahlt ist. Dann ist nur noch warten in weniger schönen Abfertigungsgebäuden oder auf dem Rollfeld angesagt. Wie hat schon im Reiseführer gestanden: „man weiß bei Ryanair was man bekommt - nichts außer dem Flug“.

Unsere Reise war trotz der Schwierigkeiten mit dem Transporteur wirklich toll und die Teilnehmer können sich bei Uwe bedanken. Das hat er klasse gemacht.

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